Geschichts- und Kulturverein
Limeshain e.V.

 

 

 

 

Geschichtliches aus Rommelhausen:

evangelische Kirche

Rommelhausen besaß zur Zeit der Einführung der Reformation eine Filialkirche. Das Gotteshaus diente nach Einführung der Reformation seiner Bestimmung noch etwa 180 Jahre. Über die Veränderungen, die in dieser Zeit an der Kirchevorgenommen wurden, ist näheres nicht bekannt. Im Anfang des 18. Jahrhunderts ward die Kirche baufällig. Im Jahre 1726 wurde sie niedergelegt und ein Kirchenneubau errichtet, der am 28. Oktober dieses Jahres eingeweiht ward. Die Kirche ist in der Folgezeit mehrfach Reparaturen unterzogen worden, deren bedeutendste im Jahre 1860 zur Durchführung kam. Über die im Jahre 1860 erfolgte Wiederherstellung wird in der Pfarrchronik berichtet: " Die am 28. Oktober 1726wieder aufgerichtete und eingeweihte Kirche zu Rommelhausen ist in diesem Sommer in allen Stücken hergestellt worden, so daß im Innern eine neue Emporbühne über der Eingangsthüre mit neuer Treppe dahin angebracht worden ist, auch der Altar, Taufstein und die Kanzel mit schwarzem Tuch und gelben Franzen geschmückt und alles Holzwerk mit Eichenholzfarbe angestrichen worden ist. Um der Kirche mehr Helligkeit zu geben, sind außer den vorhandenen viergroßen Fenstern auf beiden Seiten noch zwei, und zwar das eine über der Eingangsthüre vergrößert und das andere auf der entgegengesetzten Seite am Kirchenvorstandsstuhl ganz neu angelegt worden. Auch das Äußere der Kirche mit Einschluß des Daches ist hergestellt und erneuert worden. Sämtliche Kosten belaufen sich auf 768 fl., welche mit 75 fl. ausder Kirchenkasse und dem übrigen Betrag aus der Gemeindekasse bestritten worden sind.

"Baupflicht an der Kirche. Die Baupflicht an der Kirche zu Rommelhausen lag schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts primär dem Kirchenfonds Rommelhausen und subsidär der bürgerlichen Gemeinde Rommelhausen ob, die beide das onus aedificandiet reparandi an der Kirche noch heute haben. In der tabellarischen Übersicht von 1837 wird über die Baupflicht berichtet: "Die Kirche, ein kleines, aber noch gut erhaltenes Gebäude. Der Gemeinde liegt das onus aedificandi, dem Kirchenfonds aber die Unterhaltung ob." Dier Pfarrelationen der letzten 50 Jahre weisen, soweit sie über die Baupflichtberichten, das onus aedificandi et reparandi an der Kirche, im Anbetracht der Insuffizienz des Kirchenfonds, der "politischen Gemeinde" zu.