Geschichts- und Kulturverein
Limeshain e.V.

 

 

 

 

Geschichtliches zu Limeshain

Stichpunkte zur Geschichte Limeshains

Die höchsten Kuppen des Geländes in Limeshain sind im Tertiär entstanden. Sie werden gebildet von vulkanischen Gesteinen des Basaltes. Die Erdschichten bestehen aus Löß und Lößlehmböden. Diese sind die fruchtbarsten Böden des Gemeindegebietes, was eine gute Voraussetzung für die Landwirtschaft ist. Hinzu kommt ein günstiges Klima, denn in der Vegetationsperiode fällt der überwiegende Teil der Niederschläge.

Im Jahre 11 vor Chr. drangen Römer in germanisches Gebiet ein. Sie planten die Eroberung Germaniens. Die Wetterau wurde von den Römern besetzt. Sie sicherten ihr Territorium durch einen Grenzwall, den Limes, ab.

         

Der Limes verläuft im Wald der Gemarkungen Rommelhausen und Himbach. Er war zur zusätzlichen Sicherheit mit Kastellen und Beobachtungstürmen versehen. Die Türme standen in übersehbaren Abständen. An den Kreuzungen alter Straßen erbauten die Römer Kastelle, in denen Einsatzreserven und oft berittene Truppen untergebracht wurden.

Die ältesten Siedlungen hatten sich in Form von Einzelhöfen am Rande der Straßen entwickelt. Sie wurden zu wichtigen Marktorten. In der zweiten Siedlungsperiode 500–800 n. Chr. entstanden die heutigen Ortsteile Rommelhausen und Himbach. Die Entstehung des Ortes Hainchen fällt in die dritte Siedlungsperiode von 800–900 n. Chr.

Rommelhausen wird 930 n. Chr. als Ruommothusen und 1062 als Ruomundeshusen urkundlich erwähnt und gehörte damals neben den Dörfern Höchst und Oberau als vollberechtigtes Mitglied zur Mark Altenstadt.

Himbach wird 1057 in einer Urkunde Heinrichs des IV. erstmals genannt und gehörte zum Gericht Eckartshausen.

Hainchen entstand erst in der folgenden dritten Siedlungsperiode, der großen Rodungsperiode, zwischen 800–1300 n. Chr.

1367 wird es unter dem Namen Zu dem Hain erwähnt und gehörte ebenfalls wie Himbach zum Gericht Eckartshausen. Nach dieser Zeit hatte es wieder Eigenständigkeit unter den Familien des niederen Adels. Dann kaufte der Graf von Hanau Anteile am Dorf, die dann an Hessen vererbt wurden. Die übrigen Anteile erwarb 1758 die Landgräfin Hedwig Sophie, so daß Hainchen als erster Ortsteil der Gemeinde Limeshain hessisch geworden ist. Rommelhausen und Himbach gehörten zur Reichsburg Friedberg und zum Fürsten Ysenburg und wurden somit 1800 und 1816 als Siedlungen an Hessen Darmstadt unterstellt. 1821/22 wurde das hessische Gebiet in Landbezirke eingeteilt, wobei Himbach zum Landratsbezirk Büdingen, Hainchen zu Nidda und Rommelhausen zum Landratsbezirk Vilbel kam.

Ab 1874 gehörten alle drei Ortsteile zum Kreis Büdingen. Im Rahmen der Gebietsreform 1972 wurden die Orte Rommelhausen, Hainchen und Himbach zur Großgemeinde Limeshain zusammengefügt. Ab dem Jahr 1973 zählt die Gemeinde Limeshain zu dem neu gebildeten Wetteraukreis. Dies blieb so bis zum Jahre 1973, als der Wetteraukreis gebildet wurde, zu dem die Gemeinde Limeshain nun gehört.
Bodendenkmale

Friedrich BarbarossaIm Wald südlich von Rommelhausen befinden sich Hügelgräber aus der Zeit von 2000–1500 v. Chr. Reste eines römischen Grenzwalles kann man dort ebenfalls entdecken. Der Graben, der den Namen Limesgraben trägt, stammt aus der Zeit von 83–260 n. Chr. Aus Anlaß ihres 25-jährigen Bestehens hat die Gemeinde einen durch Spenden finanzierten Archäologie- und Waldlehrpfad errichtet. Hierbei wurde der Limespfahlgraben auf einer Länge von ca. 30 m originalgetreu aufgebaut. Ein weiteres Zeugnis ist der Römerbrunnen, auch Barbarossabrunnen genannt. Dieser Brunnen liegt an der Durchgangsstraße, Hofgartenstraße, in Rommelhausen, an der L 3189.

König Barbarossa soll, als er auf der Jagd war, aus diesem Brunnen getrunken haben.